Ergonomieparcours

Was ist der Ergonomieparcours?

Der Ergonomieparcours dient zur Unterweisung. Er ist ein Ausstellungskonzept mit 13 Stationen. An den Stationen werden verschiedene Angebote zum Thema ‚gesunder Rücken‘ und ‚ergonomische Arbeitsplatzgestaltung‘ gemacht

  1. Empfang: Thema Anatomie, Physiologie, Pathologie
  2. Sitzhaltung
  3. Hebetechnik
  4. Stehhöhe
  5. Hebe- und Trage-Übung 1
  6. Hebe- und Trage-Übung 2
  7. Arbeitshöhe im Sitzen
  8. Ergonomie-Bibliothek
  9. Quiz
  10. Balance
  11. Tipps & Tricks zur Gestaltung von Bildschirmarbeit
  12. Ausgleichsübung bei der Arbeit am Bildschirm
  13. Sehtest nach Landol

Welchen Nutzen bringt der Ergonomieparcours?

  • Sie erreichen eine effiziente Unterweisung zum körpergerechten Arbeiten.
  • Im Ergonomieparcours können Mitarbeiter selber erfahren, wie Sie durch eigenes Verhalten die Arbeitsbedingungen für ihren Körper verbessern.
  • Attraktive Übungen veranlassen die Teilnehmer zur Verhaltensänderung.
  • Der Zusammnenhang zwischen Fehlverhalten, Rückenbeschwerden und unergonomischen Arbeitsplatzbedingungen wird verstanden.
  • Die Stationen können flexibel zusammengestellt und dort aufgestellt werden, wo Platz vorhanden ist.

aktivierende Ausstellung zum rückengerechten Arbeiten
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Wie viel Arbeitszeit wenden Ihre Mitarbeiter für den Ergonomieparcours auf?

Die Unterweisung dauert ca. 45 Minuten.

Danach  werden alle Stationen in weniger als einer Stunde durchlaufen, wenn:

  • eine Gruppe von 4 bis 8 Personen an jeder Station übt und
  • die Stationen nahe beieinander sind, z. B. auf einer Etage.

Der Ergonomieparcours lohnt sich, wenn er mindestens einen Tag lang genutzt wird. Auf- und Abbbau dauern jeweils ca. eine Stunde

Referenz: Herforder Werkstätten

In den Herforder Werkstätten lief das Projekt unter dem Titel „Rückenparcours“. Die Stationen waren dieselben wie beim Ergonomieparcours.

Innerhalb von 2 Monaten besuchten über 500 Mitarbeiter die Stationen. Die Ausstellung war in Form einer Wanderausstellung füe 4 Standorte der Einrichtung im Einsatz.

Beschreibung in der Good Practice Datenbank: Wanderausstellung Rückenparcours (Herforder Werkstätten) – Sonderaktion für Menschen mit Behinderungen

Screening Gesundes Arbeiten (SGA)

INQA SGA: Beobachtungsinterviews aus neutraler Perspektive

Psychische und physische Belastungen lassen sich bei der Arbeit mittels Beobachtungsinterview, wie es z. B. das INQA Leitfaden Screening Gesundes Arbeiten beschreibt, ermitteln.

Seit 2004 bin ich in der Entwicklung, Evaluierung und ständigen Verbesserung der Methode eingebunden. Das Verfahren wurde vor seiner Einführung durch die Initiative neue Qualität der Arbeit an über 1.000 Probanden mittels Freiburger Beschwerdeliste (FBL Muskel-Skelettbeschwerden) und dem COPSOQ-Fragebogen überprüft.

Bild: Beobachtungsinterview im Betrieb zu psychischen und anderen Belastungen

Meine qualitätsgesicherte Begleitung richtet sich nach diesem Handlungszyklus:

Das branchenneutrale pragmatische Werkzeug bietet eine rasche Orientierung zum Planungs- und Durchführungsaufwand. Mit dem Instrument wird ein hoher Beteiligungseffekt erreicht. Der Preis: Es kostet mehr Zeit als beispielsweise eine Online-Befragung. Eine Online-Befragung ist allerdings auch eine völlig andere Methode als das Beobachtungsinterview. Es wird tatsächlich vor Ort nach den Realitäten geschaut, gleichzeitig bereits Möglichkeiten für Veränderungen überlegt oder sogar schon erprobt. Z. B. Neue Anordnung von Arbeitsmitteln, Handhaben von Lasten durch klügere Arbeitstechnik.

Der INQA Leitfaden Screening Gesundes Arbeiten betrachtet die Themenfelder:

  • Ergonomie und sonstige physische Arbeitsbedingungen
  • Arbeitsorganisation, Arbeitstätigkeit, soziale Beziehungen und psychische Belastungen
  • Klima, Beleuchtung, Schall und andere physikalische Rahmenbedingungen.

Die benötigten Dokumente stehen als PDF-Dateien bereit:

Mehr zum Screening Gesundes Arbeiten finden sie hier…

Die Arbeits-Bewertungsskala ist ein orientierenden Verfahrens zur Ermittlung und Beurteilung psychischer Belastungen speziell für kleinere Betriebe.

Es werden dabei die psychisch wirksamen Arbeitsbedingungen anhand der Skalen

  • Arbeitsmerkmale,
  • Organisationskultur,
  • Arbeitsumgebung und Arbeitszeit,
  • Arbeitsabläufe

bewertet, Belastungsschwerpunkte konkretisiert und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen erarbeitet.

2015 habe ich in Hamburg die Fortbildung „ABS Gruppe (2015)“ von Mag. Martina Molnar, Geschäftsführerin Firma „Humanware“ aus Österreich, erfolgreich abgeschlossen. Deshalb verfüge ich über die Lizenz, um das validierte Verfahren zur Moderation einer Gruppenevaluierung zu psychischen Belastungen in Deutschland anwenden zu können.

Meine über 20-jährige Erfahrung in der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und meine Tätigkeit als Tutorin in der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit sind beste Voraussetzungen für Betriebe aller Branchen, das Gruppen-Verfahren für bis 12 Personen fachkundig und zuverlässig zu leiten.

Im Team erarbeiten wir, welche Belastungssituationen genauer angeschaut werden müssen. Wir erarbeiten gezielt Lösungen für ein bis zwei wichtige Handlungsanlässe. Die Methode ist darauf ausgelegt, sich zunächst für einen halben Tag intensiv mit den psychischen Belastungen im eigenen Umfeld zu beschäftigen und Lösungen zu erarbeiten.

Bild: ABS-Gruppe – Seminar 2015 Hamburg“

Der Blick wird auf folgende Themenfelder gerichtet:

Arbeitsmerkmale –
5 Items: Z. B.: Arbeit kompliziert, ständige Konzentration
Organisationskultur –
6 Items: Z. B.: Wenig Unterstützung durch Kollegen oder Führungskraft, zu wenig Rückmeldungen, wenig Mitsprache
Arbeitsumgebung und Arbeitszeit –
6 Items: Z.B.: Lichtverhältnisse schlecht, Erholung zu kurz
Arbeitsabläufe –
5 Items: Z.B.: Prioritäten unklar, Informationen fehlen.

Zum Verfahren gibt es eine Website, mit Bestellmöglichkeit der für die Gruppenmoderation erforderlichen professionellen Poster und Fragebögen:
www.abs-arbeitsbewertungsskala.info

Experten-Workshop Ergonomie

 

Im Experten-Workshop: Anthropometrische Messung

Lehrziel

Ziel ist, praktische investitionssichere Ermittlungen bezüglich physischer Gefährdungen durchzuführen. Die Teilnehmenden werden befähigt ergonomische Ursachen für fehlerhaftes Verhalten, für Ausführungsfehler, für körperliche und demotivierende Aspekte bei der Arbeit zu erkennen.
Der ganzheitlich Blick für verhaltensbezogene, verhältnisabhängige Zusammenhänge bei der Entstehung von Muskel-Skelettbeschwerden wird geschärft.

Zielgruppe

Betriebsinterne und externe Beraterinnen und Berater, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte und Arbeitsschutzexperten, Betriebs- und Werksärzte, Betriebs- und Personalräte, Sportpädagogen und Spezialisten für Betriebliche Gesundheitsförderung wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Demografieberaterinnen und -berater, Psychologinnen und Psychologen.

Medien – Seminarunterlagen

  • Theorie und Beobachtungsleitfaden zu physischen und psychischen Belastungen bei der Arbeit
  • Screening Gesundes Arbeiten (SGA), siehe auch hier…
  • „7 Leitsätze Ergonomie“ als Postkartenfächer
  • Bildschirmarbeitsplatz-Check
  • Leitmerkmalmethoden (LMM) Heben und Tragen, Ziehen und Schieben, Manuelle Arbeitsprozesse
  • Teilnehmerskript: „Grundlagen der Ergonomie“
  • Technische Regel für Betriebssicherheit, TRBA 1151 – Gefährdungen an der Schnittstelle Mensch – Arbeitsmittel – Ergonomische und menschliche Faktoren – 2007

Agendabeispiel für ein Wochenendseminar

1. Tag: 11 – 19 Uhr
11.00 Uhr Begrüßung, Vorstellung, Organisation, Zielabgleich: Zielkreuz als roter Faden, Handlungszyklus
12.00 Uhr Muskel-Skelettsystem, Anthropometrie – Messreihe
13.00 Uhr Dialog Vortrag: Grundlagen Ergonomie
Belastungs- und Beanspruchungsmodell, Körpermaße und -kräfte, Hebelgesetz, Ermüdung und Erholzeiten, Evaluierungsmethoden
14.30 Uhr 1. Teil Methoden-Werkzeuge:
Ergonomiepfad, Leitmerkmalmethoden, Ziel: Ergonomische Risiken erkennen
15.00 Uhr DASA Praxisfeld:
Prüfen von Verhältnissen und Auswirkungen auf rückenfreundliches Verhalten in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung
17.00 Uhr Betrieblicher Beratungsweg Strukturierte Auswertung der Arbeitsplatzbetrachtungen in der DASA
18.50 Uhr Abendnachrichten
19.00 Uhr Ende des ersten Experten-Workshoptages
2. Tag: 09 – 14 Uhr
09.00 Uhr Morgennachrichten
Lern- Erfolgskontrolle
09.30 Uhr Ergonomieparcours
Methodik, Vermarktung, Integration in Ergonomie-Schulungen
10.00 Uhr 2. Teil Methoden-Werkzeuge:
Screening Gesundes Arbeiten (SGA): Physische und psychische Belastungen im Kontext mit Muskel-Skeletterkrankungen ermitteln und beurteilen.
11.30 Uhr Lehrprobe betrieblicher Beratungsweg Ergonomie
Bearbeitung ausgewählter Beispiele aus verschiedenen Produktionsbereichen
12.00 Uhr Besprechung von Teilnehmerprojekten und -herausforderungen
13.45 Uhr Stimmungsbarometer, Ausblick
14.00 Uhr Ende der Qualifizierung
Pausengestaltung im Kontext mit dem Seminarverlauf

Seminare nach Maß

Egal, ob Sie ein Projekt oder ein Tagesseminar durchführen möchten, unterstützen wir Sie nach betrieblichem Bedarf.

Zum Beispiel:
Schulung der Sicherheitsbeauftragten
Schulung der Führungskräfte
Themen zum Arbeitsschutzmanagement
Durchführung der Gefährdungsbeurteilungen mit nachfolgendem Maßnahmenverfolgungsplan und vieles mehr